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ForgeLink Engineering GmbH · Schweiz · Stand 18.08.2026 ·
AGB-Fassung 2026-08-18 ·
Version 9.38
Texte rechtlich noch in Prüfung!
Diese AGB regeln die Nutzung der Software „ForgeLink IFC-Studio“ (nachfolgend „Software“/„Dienst“) der ForgeLink Engineering GmbH (nachfolgend „Anbieter“). Mit der Registrierung bzw. Nutzung akzeptiert der Kunde diese Bedingungen. Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht; Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters.
Der Dienst ist eine webbasierte Plattform zum Betrachten, Prüfen, Auswerten, Anreichern und Umarbeiten von IFC-Gebäude- und Infrastrukturmodellen (IFC2x3/IFC4/IFC4.3). Der Funktionsumfang gliedert sich — je nach gebuchtem Plan und freigeschalteten Modulen — in die Bereiche: Ansehen & Prüfen (3D-Viewer, Eigenschaften/Property-Sets, Qualitäts- und IDS-Prüfung, Modell-Vergleich, Liefervorgaben); Bearbeiten (Eigenschaften, IFC-Klassen, räumliche Struktur, Schema-Wechsel, Modell-Schnitt mit abgeleiteten Modellen, Block auflösen, Datei aufräumen); Mengen & Kosten (Mengenermittlung, Regelsätze, Räume und Flächen nach SIA 416, eBKP-Kostenstruktur, Raumbuch und Bauteillisten); Koordination & Baustelle (Koordinationsmodell, Kollisionsprüfung im Browser und auf dem Server, BCF, Pendenzen, Sitzungen, Tagesrapporte, Vermessung/Absteckung BIM2Field); Geodaten & Umgebung (Georeferenzierung, amtliche Karten-, Gelände-, Gebäude- und Fixpunktdaten für die Schweiz, Deutschland und Österreich, Achsen- und Profilwerkzeuge, Geländeanalyse und Erdmassen, abgeleitete Vegetation — Genauigkeit siehe Ziff. 11); Punktwolken (E57/LAS/LAZ, Soll-Ist-Vergleich, Abnahme- und Toleranzprüfungen) sowie Im-/Export gängiger Formate (IFC, Excel, DXF/PDF-Pläne, LandXML, GLB/FBX). Hinzu kommen optional: Cloud-Anbindung an Firmen-Clouds (Ziff. 8), Gast-Freigabelinks (Ziff. 9), ein Hilfe-Assistent, der Fragen ausschliesslich aus den Hilfe-Inhalten des Dienstes beantwortet (optional mit formulierter Antwort über Infomaniak AI Services, Ziff. 10), Tunnelbau-Werkzeuge sowie Netzwerklizenzen (Ziff. 4). Die jeweils aktuelle, vollständige Funktionsübersicht enthalten die Hilfe (F1) und das Produktdossier in der Anwendung. Der konkrete Umfang richtet sich nach dem gebuchten Plan und den freigeschalteten Funktionen; der Anbieter entwickelt den Dienst laufend weiter und kann einzelne Funktionen erweitern oder durch gleichwertige ersetzen.
Der Anbieter gewährt dem Kunden ein nicht-exklusives, nicht übertragbares, zeitlich auf die Vertragsdauer beschränktes Recht, den Dienst über den Browser zu nutzen. Eine Weitergabe von Zugangsdaten, Mehrfachnutzung eines Einzelplatzes (Named-User) sowie Reverse Engineering, Dekompilierung oder das Extrahieren des Quellcodes sind untersagt. Jeder Nutzer benötigt eine eigene, freigeschaltete Lizenz (Seat). Sind Netzwerklizenzen vereinbart, tritt an die Stelle der Zahl benannter Einzelplätze die Zahl gleichzeitig arbeitender Personen (Ziff. 4); persönlich bleibt das Konto auch dann, und Zugangsdaten dürfen ebenso wenig geteilt werden.
Sofern vereinbart, kann der Kunde den Dienst statt mit benannten Einzelplätzen mit Netzwerklizenzen nutzen. Der Vertrag nennt dann eine Anzahl gleichzeitig arbeitender Personen und nicht eine Anzahl namentlich festgelegter Konten: Beliebig viele Mitarbeitende der Firma können ein Konto haben; zeitgleich ändernd arbeiten dürfen so viele, wie Netzwerklizenzen gebucht sind. Eine Lizenz wird beim Arbeiten automatisch belegt und automatisch wieder freigegeben — es ist keine An- oder Abmeldung nötig.
Automatische Freigabe. Wird eine bestimmte Zeit lang nicht mehr gearbeitet, gibt der Dienst die Lizenz von selbst frei; diese Leerlauf-Zeit legt die Firmenleitung fest (Vorgabe: 45 Minuten, damit eine Pause nicht sofort den Platz kostet). Bricht die Verbindung ab oder stürzt der Browser ab, verfällt die Lizenz wenige Minuten nach dem letzten Lebenszeichen, damit ein Absturz keinen Platz blockiert. Sind im Browser ungespeicherte Änderungen offen, wird die Lizenz nicht durch Leerlauf freigegeben — es soll keine Arbeit verloren gehen. Nach einer Freigabe wird die Lizenz beim nächsten ändernden Schritt neu angefordert, sofern eine frei ist.
Nur-Lese-Zugriff bei vollem Pool. Sind alle Netzwerklizenzen belegt, wird niemand ausgesperrt: Modelle lassen sich weiterhin öffnen, betrachten, durchsuchen und auswerten. Gesperrt sind ausschliesslich ändernde Vorgänge (z. B. Bearbeiten, Speichern, Hochladen). Diese Beschränkung wird server-seitig durchgesetzt; sie ist kein blosser Hinweis in der Oberfläche.
Rechte der Firmenleitung. Inhaber und Administratoren der Firma sehen, wie viele Lizenzen belegt sind, welche Personen sie halten und seit wann. Sie können eine Lizenz zurückholen — die betroffene Person arbeitet dann nur noch lesend weiter, bis wieder eine Lizenz frei ist — und einzelnen Personen eine Lizenz reservieren. Rückholungen werden protokolliert. Welche Daten dabei anfallen, wer sie sieht und wie lange sie aufbewahrt werden, steht in der Datenschutzerklärung; für die Information und Einbindung einer allfälligen Arbeitnehmervertretung ist der Kunde verantwortlich.
Kulanz-Puffer. Damit ein voller Pool nie zu einem harten Stopp mitten in der Arbeit führt, duldet der Dienst eine kleine Zahl von Lizenzen über dem vereinbarten Limit (Vorgabe: eine). Solche Überziehungen werden protokolliert. Sie werden nicht automatisch verrechnet und lösen keine automatische Erweiterung des Vertrags aus; häufen sie sich, ist das für beide Seiten der Anlass, die Zahl der Lizenzen anzupassen. Der Kunde darf die vereinbarte Gleichzeitigkeit nicht planmässig über den Puffer hinaus ausnutzen; technische Umgehungen — etwa künstlich erzeugte Aktivität allein zum Halten einer Lizenz — sind untersagt.
Sämtliche Rechte an der Software, am Quellcode (auch in minifizierter oder sonst technisch bearbeiteter Form), an Designs, Logos, Katalogen und der Dokumentation verbleiben beim Anbieter und sind urheberrechtlich geschützt (© ForgeLink Engineering GmbH). Der Kunde erhält keinerlei Eigentums- oder Urheberrechte, sondern ausschliesslich das oben beschriebene Nutzungsrecht.
Untersagt sind insbesondere — soweit nicht zwingendes Recht (z. B. Art. 21 URG) etwas anderes vorsieht — das Kopieren, Nachbauen oder Nachahmen der Anwendung oder wesentlicher Teile davon, das systematische Auslesen (Scraping) von Oberfläche oder Programmcode, das Dekompilieren oder Zurückentwickeln (Reverse Engineering) sowie das Entfernen von Urheberrechtsvermerken. Zuwiderhandlungen können zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.
An den vom Kunden hochgeladenen IFC-Daten und deren Inhalten bleibt der Kunde allein berechtigt; der Anbieter erhält daran keine Rechte und nutzt sie ausschliesslich zur Erbringung des Dienstes.
Kostenpflichtige Pläne werden als Abonnement mit einer Mindestlaufzeit von 3 Monaten abgeschlossen; längere Laufzeiten nach Vereinbarung. Der Vertrag verlängert sich automatisch jeweils um die bisherige Laufzeit, wenn er nicht spätestens 1 Monat vor Laufzeitende schriftlich gekündigt wird (E-Mail an info@forgelink.ch genügt). Kostenlose Pläne und Testphasen können jederzeit beendet werden. Die ausserordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten vorbehalten.
Rechnungen sind innert 30 Tagen netto zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug über 30 Tage hinaus ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu sperren und nach vorheriger Mahnung das Benutzerkonto sowie alle damit verbundenen Modelldaten zu löschen. Bereits bezahlte Gebühren werden nicht zurückerstattet.
Hochgeladene und im Dienst erzeugte Modelle (inkl. abgeleiteter/geschnittener Modelle), Absteck-, Mess- und Koordinationsdaten sowie zugehörige Metadaten werden zur Erbringung des Dienstes gespeichert (Objektspeicher und Datenbank). Modelle sind innerhalb der Firma (Mandant) des Kunden sichtbar (Firmen-Pool).
Aufbewahrung und automatische Löschung. Hochgeladene Modelle und Punktwolken werden 7 Tage aufbewahrt und danach automatisch und endgültig gelöscht; der Löschlauf findet nachts um 03:00 Uhr (Zeitzone Europe/Zurich) statt. Im kostenlosen Plan beträgt die Frist 1 Tag. Der Kunde kann die Frist je Modell bis zum Limit seines Plans verlängern oder ein Modell als «behalten» markieren; ein so markiertes Modell bleibt bis zur manuellen Löschung erhalten. Der Dienst weist in der Anwendung darauf hin, sobald einem Modell drei Tage oder weniger verbleiben; der Hinweis ist für alle Mitglieder der Firma sichtbar, die das Modell sehen. Arbeitsmodelle aus einer verbundenen Firmen-Cloud (Ziff. 8) sind von der automatischen Löschung ausgenommen, da die massgebliche Datei beim Kunden verbleibt. Der Kunde kann seine Modelle jederzeit selbst löschen. Die automatische Löschung ist nicht umkehrbar; der Anbieter schuldet keine Archivierung und keine Wiederherstellung. Für eigene Sicherungen der Ausgangsdateien ist der Kunde verantwortlich.
Ziel-Hosting der Anwendung ist die Schweiz (Infomaniak). Für Authentifizierung, Datenbank und Objektspeicher wird Supabase eingesetzt; je nach Konfiguration kann diese Verarbeitung derzeit ausserhalb der Schweiz erfolgen (Details in der Datenschutzerklärung). Es gilt das Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG), soweit anwendbar ergänzt durch die DSGVO.
Optional kann der Firmen-Inhaber Cloud-Speicher der eigenen Firma (Autodesk Construction Cloud/BIM 360, Microsoft SharePoint/OneDrive; Trimble Connect in Vorbereitung) über eine firmeneigene App-Registrierung (eigene Client-ID/eigenes Client-Secret) verbinden. Der Kunde sichert zu, zur Nutzung der verbundenen Konten und Inhalte berechtigt zu sein. Zugangstokens und das Client-Secret werden ausschliesslich server-seitig und verschlüsselt gespeichert und nie an den Browser ausgeliefert (die Client-ID ist — wie bei OAuth üblich — Teil der Anmelde-Adresse). Der Dienst greift nur im Rahmen der vom Kunden erteilten Berechtigungen zu; bearbeitete Dateien werden ausschliesslich in einen gesonderten Ordner («BEARBEITUNG IFC STUDIO») geschrieben — Originaldateien werden nicht überschrieben. Die Verbindung kann jederzeit getrennt werden; damit werden die gespeicherten Tokens und Schlüssel gelöscht. Für die verbundenen Drittdienste gelten zusätzlich deren Nutzungsbedingungen; der Anbieter übernimmt keine Gewähr für deren Verfügbarkeit oder unveränderte Schnittstellen.
Der Kunde kann Modelle über Gast-Links freigeben (lesender Zugriff ohne Konto; optional Gast-Kommentare). Wer über den Link verfügt, kann das freigegebene Modell und — je nach Freigabe-Umfang — zugehörige Koordinationsinhalte samt Autor-Angaben einsehen. Der Kunde ist für die Weitergabe der Links, die Zulässigkeit der Freigabe und die freigegebenen Inhalte verantwortlich. Links können befristet und jederzeit widerrufen werden.
Für die IFC-Verarbeitung wird u. a. IfcOpenShell (LGPL-3.0) eingesetzt. Weiter kommen web-ifc (MPL-2.0), three.js (MIT), supabase-js (MIT, selbst ausgeliefert — kein CDN), reportlab (BSD) samt Bitstream-Vera-Schriften für PDF-Ausgaben, für den Hilfe-Assistenten fastembed (Apache-2.0), ONNX Runtime (MIT) und das Embedding-Modell multilingual-e5-small (MIT) sowie swisstopo-/ BKG-Geodaten (© swisstopo bzw. © GeoBasis-DE/BKG) zum Einsatz — für die Vegetation zusätzlich das Oberflächenmodell swissSURFACE3D (© swisstopo). Die jeweiligen Lizenzbedingungen der Drittkomponenten bleiben unberührt und gelten zusätzlich (siehe „THIRD-PARTY-LICENSES“). Je nach genutzter Funktion kommen zudem Karten- und Datendienste zum Einsatz: Google Maps Platform (Welt-/Globus-Ansicht, © Google), OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Overture Maps (derzeit deaktiviert), AWS Open Data (weltweite Höhendaten), basemap.at/BEV (Österreich), Infomaniak AI Services (formulierte Hilfe-Antworten, Schweizer Rechenzentren) sowie die Schnittstellen von Autodesk Platform Services und Microsoft Graph (Cloud-Anbindung). Skripte werden ohne fremdes CDN vom eigenen Server ausgeliefert. Details und Datenflüsse siehe Datenschutzerklärung.
Der Dienst wird „wie besehen“ bereitgestellt. Eine Haftung für die Richtigkeit von Bearbeitungs-, Mengen-, Georeferenz-, Gelände- oder Absteck-/Vermessungsdaten wird im gesetzlich zulässigen Rahmen ausgeschlossen; berechnete oder abgeleitete Werte (z. B. Mengen, Schnitte, Koordinaten) sind vor der Verwendung zu prüfen. Der Kunde ist für die Prüfung und Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich.
Ausdrücklich gilt dies für die Vegetation: Bäume und Hecken sind aus amtlichen Laser-Oberflächenmodellen abgeleitet, nicht aufgenommen. Standort und Höhe beruhen auf der Messung; die Kronenbreite ist — soweit sie nicht an der Krone abgegrenzt werden konnte — aus der Höhe modelliert, und die Art des Baums wird nicht bestimmt. Jedes erzeugte Bauteil trägt diese Herkunft in seinen Eigenschaften. Die Vegetationsdaten dienen der Übersicht und Vorplanung und sind kein Nachweis von Lichtraum, Abstand oder Baumbestand; für solche Zwecke ist eine Aufnahme vor Ort erforderlich.
Für Inhalte, Verfügbarkeit und Datenbearbeitung verbundener Drittdienste (Cloud-Speicher, Karten-/Geodienste) haftet der Anbieter nicht; massgeblich sind die Bedingungen der jeweiligen Anbieter.
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